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Praxisteam Neurozentrum Augsburg

Neurologie

Neurologie

Die Neurologie befasst sich vorwiegend mit Veränderungen, die das Nervensystem und die Muskulatur betreffen. Bei Veränderungen des Nervensystemskönnen die unterschiedlichsten neurologischen Symptome auftreten, wie Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder Missempfindungen. Es können aber auch Schwindel, Kopfschmerzen, Bewegungsstörungen, Tinnitus oder epileptische Anfälle auftreten.

Unsere Aufgabe als Neurologen besteht einerseits darin, eine behandelbare Ursache für diese Veränderungen zu finden und geeignete Therapiemaßnahmen zu treffen. Andererseits geht es uns auch darum, unsere Patientinnen und Patienten bei Erkrankungen zu begleiten, für die es noch keine ursächliche Therapie gibt und ihnen dabei zu helfen, ein möglichst beschwerdefreies Leben zu führen.

Im Folgenden werden einige häufige Erkrankungen aus dem Fachgebiet Neurologie vorgestellt:
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Schlaganfall und TIA
("Transitorische ischÄmische Attacke")

Schlaganfälle gehören zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland und stehen bei den Todesursachen an dritter Stelle. Ursache ist ein plötzlicher Sauerstoffmangel der Nervenzellen, der meistens durch eine Durchblutungsstörung, seltener auch durch eine Hirnblutung verursacht wurde. Symptome eines Schlaganfalles können sein: Plötzliche Lähmungen einer Körperseite oder Gesichtshälfte, Koordinationsstörungen, Sehstörungen, Doppelbilder, Störungen der Sprache, des Gleichgewichts, der Wahrnehmung oder des Bewusstseins. Manchmal halten die Symptome nur kurz an (TIA), sind aber dann genauso ernst zu nehmen wie ein "großer" Schlaganfall. Ein Schlaganfall ist in der Regel ein Notfall und sollte in einer spezialisierten Klinik behandelt werden.  Die Nachsorge- und Kontrolluntersuchungen können dann in vielen Fällen durch den niedergelassenen Neurologen vorgenommen werden. Auch die Feststellung des individuellen Schlaganfall-Risikos und eventuelle Vorsorgeuntersuchungen sind in unserer Praxis möglich.
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Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose (MS) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks. Die Symptome können ähnlich aussehen wie bei einem Schlaganfall, entstehen aber in der Regel nicht so plötzlich und können entweder verschwinden oder bleiben. Ist das Rückenmark befallen, kann im schlimmsten Fall eine Querschnittslähmung entstehen. Untersucht man das Zentralnervensystem dann mit einer Kernspin-Tomographie, finden sich häufig Flecken im Gehirn, die den Entzündungsherden entsprechen. Die Ursachen der Multiplen Sklerose sind noch nicht vollständig verstanden, auch wenn es in den letzten Jahren große Fortschritte in der Forschung und den Behandlungsmethoden gab. Letztlich handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, d.h. der Körper produziert Abwehrstoffe gegen seine eigenen Zellen. Es gibt verschiedene Formen und Verläufe der multiplen Sklerose, wobei die Erkrankung in den meisten Fällen schubförmig verläuft. Oft bilden sich die Symptome wieder zurück, es können aber trotz einer Behandlung Behinderungen zurückbleiben. Wichtig ist, dass die Multiple Sklerose so früh wie möglich erkannt und von Beginn an richtig behandelt wird, weil das Fortschreiten hierdurch erheblich verzögert werden kann. Die Diagnose wird in der Regel von einem Neurologen gestellt, der auch die entsprechenden Untersuchungsmethoden zur Verfügung hat und die Therapie nach gemeinsamer Entscheidungsfindung einleiten kann. Während der Schübe muss in vielen Fällen kurzzeitig mit Cortison behandelt werden, als Dauertherapien stehen aber mittlerweile eine Vielzahl an Medikamenten zur Verfügung, unter anderem Interferone und Glatirameracetat; in speziellen Fällen auch Natalizumab, Fingolimod, Azathioprin oder Mitoxantron. Aber auch bei schon bestehenden Behinderungen bestehen Behandlungsmöglichkeiten z.B. zur Besserung einer Spastik der Muskulatur, bei rascher Erschöpfbarkeit oder bei Störungen der  Ausscheidungsfunktionen.Verlaufsformen der Multipplen Sklerose
(Quelle: Wikipedia)
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Parkinson-Krankheit

Die Parkinson-Krankheit ("Schüttellähmung") ist eine Bewegungsstörung, die auf dem allmählichen Abbau von Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen beruht. Diese Nervenzellen produzieren den Botenstoff Dopamin, der dann im übrigen Gehirn fehlt. Zunächst sind nur wenige Zellen betroffen und es kommt nur zu einer Störung der Geruchswahrnehmung. Im weiteren Verlauf können eine Verlangsamung der Bewegungsabfolge, ein Zittern der Hände ("Tremor"), eine Steifheit der Muskulatur und Gleichgewichtsstörungen hinzukommen. Zudem kommt es manchmal zu Symptomen, über die nicht so gern gesprochen wird, wie Schlafstörungen, Depressionen, Inkontinenz und Veränderung der Sexualfunktionen. In manchen Fällen kann sich aus einer Parkinson-Krankheit auch eine Demenz entwickeln. Es gibt spezielle Parkinson-Formen und Erkrankungen, die ähnlich aussehen, aber eine andere Ursache haben und auch anders behandelt werden müssen. Aus diesem Grund sollte stets ein Neurologe die Diagnose stellen und die entsprechende Therapie einleiten. Eine Parkinson-Krankheit sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden. In manchen Fällen reicht es aus, das fehlende Dopamin zu ersetzen, oft ist jedoch eine komplizierte und individuelle Therapie erforderlich, um die Symptome der Krankheit abzumildern. Die Therapie sollte auch dem Verlauf der Krankheit angepasst und immer wieder neu überdacht werden. Eine ursächliche Behandlung ist leider noch nicht bekannt.
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Epilepsie

Bei der Epilepsie treten für Außenstehende teilweise dramatisch erscheinende Anfälle auf, die mit einer Bewusstseinsstörung, Überstreckungen und Verkrampfungen des Körpers ("großer Anfall" oder "Grand mal Anfall") einhergehen können. Die Betroffenen beißen sich dabei manchmal sogar die Zunge, sind einige Minuten lang nicht mehr kontaktfähig und wachen erst wieder langsam auf. Es gibt aber auch Anfallsformen, bei denen es nur zu kurzen Bewusstseinsstörungen ("Absencen") oder vorübergehenden Zuckungen im Bereich eines Körperteils kommt. Eine Epilepsie kann als eigene Krankheitsform von früher Jugend an bestehen, ohne dass eine bestimmte Ursache gefunden wird. Epileptische Anfälle können aber auch Folge einer anderen Krankheit sein, z.B. eines Schlaganfalls, einer Demenz, einer Alkoholabhängigkeit oder eines Hirntumors. Aus diesem Grund sollte bei Auftreten von epileptischen Anfällen, insbesondere im mittleren und höheren Lebensalter, immer nach einer Ursache geforscht werden. Die meisten Formen der Epilepsie lassen sich mittlerweile gut behandeln, wobei eine dauerhafte Medikamenten-Einnahme und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient notwendig sind. Viele unserer Patientinnen und Patienten werden dann bei guter Einstellung vollständig anfallsfrei und führen ein ganz normales Leben.
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Bandscheiben-Erkrankungen

Oft beginnt es mit einem "Hexenschuss", im schlimmsten Fall können aber unerträgliche Schmerzen mit Ausstrahlung in die Beine entstehen, die über Tage, manchmal sogar Wochen und Monate fortbestehen und sich bei jeder Bewegung bemerkbar machen. Alarmzeichen sind Lähmungen, Missempfindungen, Taubheitsgefühle in den betroffenen Gliedmaßen, Störungen beim Stuhlgang oder Wasserlassen. Es muss aber nicht immer ein Bandscheibenvorfall hinter dieser Art von Beschwerden stehen - und selbst wenn es so ist, hilft eine Operation nicht immer weiter. In den meisten Fällen reicht schon eine gute Schmerztherapie oder Krankengymnastik aus, um die Symptome erträglich zu machen. Ihr Neurologe kann Sie hier unabhängig beraten und  auch feststellen, ob eine schwerwiegende Schädigung der Nerven vorliegt.
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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen in irgendeiner Form hat so gut wie jeder schon einmal gehabt, aber was tun, wenn sie so häufig kommen, dass es kaum noch auszuhalten ist? Wenn Sie unerträglich stark werden? Oder wenn sie nur einseitig auftreten, aus heiterem Himmel kommen, mit seltsamen Lichterscheinungen oder Missempfindungen und Sprachstörungen verbunden sind? Etwa 4-5% Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter täglichen, ca. 70% unter episodischen oder chronischen Kopfschmerzen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. In den meisten Fällen liegt zwar keine bedrohliche Erkrankung zugrunde, die Schmerzen können aber den Lebensalltag der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Ihr Neurologe kann Ihnen dabei helfen, herauszufinden, um was für eine Art von Kopfschmerz es sich handelt und welche Therapiemöglichkeiten existieren.
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Schwindel

Das Auftreten von Schwindel ist sicher einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim Neurologen. Insbesondere ältere Menschen leiden unter quälendem Schwindel, der sie im Alltag stark beeinträchtigt und zu Stürzen und Verletzungen führen kann. Die Ursachen sind vielfältig und oft finden sich - gerade bei den Älteren - auch mehrere Gründe. Die meisten Formen von Schwindel sind glücklicherweise harmlos, es gibt aber auch spezielle Erkrankungen des Gleichgewichtssystems, die plötzlich und in jedem Lebensalter auftreten können. Häufigste Ursache für das Auftreten kurzzeitigen Drehschwindels ist z.B. der gutartige Lagerungsschwindel, der auf einer Ablösung der als Otolithen bezeichneten Kristalle im Bereich des Gleichgewichtsorgans beruht und eine einfach zu behandelnde, wenn auch äußerst unangenehme Form des Schwindels darstellt. Es existieren aber auch zahlreiche andere Störungen des Gleichgewichtssystems, hierunter der Morbus Menière, Entzündungen des Gleichgewichtsnervs und  bestimmte Sonderformen der Migräne. Auch eine Multiple Sklerose kann sich durch ein plötzliches Schwindel-Syndrom bemerkbar machen. Im schlimmsten Fall kann aber auch ein Schlaganfall oder eine Engstelle der hirnversorgenden Gefäße hinter dem plötzlichen Auftreten von Schwindel stehen und sollte dann unbedingt weiter abgeklärt werden. Bei chronischem Schwindel muss oft auch nach Ursachen geforscht werden, die gar nicht direkt mit dem Schwindel zusammenhängen, z.B. Kreislauf- oder Stoffwechsel-Störungen, zu viele Medikamente, ein gestörter Flüssigkeits-Haushalt, eine Polyneuropathie oder vielfältige psychische Ursachen.
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Polyneuropathie

Polyneuropathie ist ein Oberbegriff für Erkrankungen, die meistens viele Nerven mit Ausnahme der Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark betreffen. Meistens macht sich eine Polyneuropathie bemerkbar durch Taubheitsgefühle, brennende oder unangenehme Missempfindungen ("Nadelstiche" und "Kribbeln") im Bereich der Zehen und Fußsohlen, später oft auch der Unterschenkel und Fingerspitzen. In der neurologischen Untersuchung finden sich häufig Reflexausfälle und in den Messungen verzögerte Nervenleitungsgeschwindigkeiten. Häufige Ursachen sind z.B. Diabetes oder ein erhöhter Alkoholkonsum, es gibt aber auch genetisch bedingte Formen oder seltenere Ursachen wie Vitaminmangel, Medikamente, Infektionskrankheiten oder bestimmte Formen von Krebs, die zu einer Polyneuropathie führen können.
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