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NeuroZentrum am Königsplatz
Schießgrabenstr. 2
86150 Augsburg
Tel. 0821/35099
Fax  0821/512939

Rezept-Hotline: 0821/34626969


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Praxisteam Neurozentrum Augsburg

Diagnostische Methoden

Diagnostische Methoden
In unserem diagnostischen Segment verfügen wir über das gesamte Spektrum neurologischer und psychiatrischer Untersuchungsmethoden:
  • Extra- und intrakranielle Farbduplexsonographie
  • Elektroencephalographie (EEG)
  • Evozierte Potentiale:
    - Visuell evozierte Potentiale (VEP)
    - Akustisch evozierte Potentiale (AEP)
    - Somatosensorisch evozierte Potentiale (SEP)
  • Neurographie mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)
  • Elektromyographie (EMG)
  • Liquorpunktion (Untersuchung des Nervenwassers)
  • Labordiagnostik
  • Neuropsychologische Testungen

Die Aufzeichnung der gesamten elektrophysiologischen Diagnostik (EEG, EP, NLG, EMG) erfolgt digital, ebenso die Abspeicherung der Ultraschall-Bilder und die Archivierung der Testergebnisse aus Labor und den neuropsychologischen Testungen, sodass eine direkte Auswertung am Rechner-Arbeitsplatz Ihres behandelnden Arztes möglich ist. Die Befunde können dann gemeinsam besprochen und auch bei einer späteren Kontrolluntersuchung direkt miteinander verglichen werden.

Farbduplexsonographie
(Ultraschall der hirnversorgenden GefÄße)

Mit Hilfe der Farbduplexsonographie lassen sich die hirnversorgenden Gefäße bildlich darstellen und der Blutfluss innerhalb der Gefäße messen. Auf diese Weise lassen sich Wandveränderungen oder Auflagerungen auf den Gefäßwänden (Plaques), z.B. bei Arteriosklerose, erkennen und ihre Auswirkungen auf die Hirndurchblutung direkt ermitteln. Auch Gefäßverengungen und Arterienverschlüsse, z.B. durch Thromben oder Embolien, werden erkannt und können in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Dies ist wichtig, da bei starker Arteriosklerose oder bei Verengungen der Gefäße das Risiko ansteigt, dass sich ein Plaque löst oder dass ein Gefäß sich weiter verschließt, so dass es zu einem Schlaganfall kommen kann. In manchen Fällen wird dann sogar eine gefäßerweiternde Operation oder eine Aufdehnung des Gefäßes von innen notwendig, das anschließend mit einem Drahtgitter (Stent) offen gehalten werden muss. Im NeuroZentrum am Königsplatz verfügen wir über ein modernes Ultraschallgerät, mit dem wir sowohl die Halsarterien als auch die Gefäße im Kopf durch die Schädeldecke hindurch darstellen können (extra- und intrakranielle Farbduplexsonographie).

Elektroencephalographie (EEG)

Die Elektroencephalographie oder Hirnstrom-Ableitung ist eine Methode zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Hierfür werden Elektroden am Kopf angebracht und die vom Gehirn erzeugten Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche aufgezeichnet. Das Elektroenzephalogramm ist die grafische Darstellung dieser Schwankungen. Bei der Auswertung des Elektroenzephalogramms findet man Hinweise für Funktionsstörungen des Gehirns. Das EEG wird vor allem zur Untersuchung von Epilepsien eingesetzt, aber auch in der Diagnostik bei Alzheimer-Demenz, Schlaganfällen, Hirnblutungen, entzündlichen Erkrankungen des Gehirns oder bei Hirntumoren. Oft benötigt es Ihr Neurologe auch zur Klärung der Ursachen von Kopfscherzen oder bestimmten Formen von Schwindel.

Evozierte Potentiale (EP)

Ähnlich wie beim oben beschriebenen EEG werden bei den evozierten Potentialen Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche gemessen. Es wird aber nicht wie beim EEG die Aktivität in Ruhe aufgezeichnet, sondern es werden Spannungsschwankungen registriert, die durch wiederholte Reizung eines Sinnesorgans oder peripheren Nervs ausgelöst werden. Bei der Auswertung dieser Spannungsschwankungen achtet man auf die Form der Welle, die Wellenhöhe und die Dauer, die das Signal vom gereizten Sinnesorgan bis zum Gehirn braucht.

Im NeuroZentrum am Königsplatz bieten wir die Untersuchung folgender evozierter Potentiale an:

  • Visuell evozierte Potentiale (VEP):
    Hierbei betrachtet der Patient auf einem Bildschirm ein Schachbrettmuster, dessen Farbfelder in kurzen Abständen von schwarz nach weiß bzw. von weiß nach schwarz wechseln. Dabei werden die hierdurch ausgelösten evozierten Potentiale über der Sehrinde aufgezeichnet. Die VEP liefern wichtige Aussagen über die Funktion der Sehbahn oder eine Entzündung der Sehnerven, wie sie z.B. häufig bei der Multiplen Sklerose vorkommen kann.
  • Akustisch evozierte Potentiale (AEP):
    Bei dieser Untersuchung wird dem Patienten ein Kopfhörer aufgesetzt und die Reaktionen des Gehirns auf wiederholte Klicktöne gemessen. Hierdurch lassen sich z.B. Aussagen über bestimmte Hörstörungen treffen, aber auch über die Funktion des Hirnstammes und des Mittelhirns, durch welche die Hörbahn läuft.
  • Somatosensorisch evozierte Potentiale (SEP):
    Zur Messung der somatosensorisch evozierten Potentiale wird die Hautoberfläche durch schwache elektrische Reize stimuliert. Hierdurch werden diejenigen Nerven gereizt, die für diesen Hautabschnitt zuständig sind und die Signale über das Rückenmark an das Gehirn weitergeleitet. Durch Auswertung der Signalantworten an der Kopfoberfläche lassen sich Aussagen darüber treffen, ob Störungen im Verlauf des Nerven, bei seinem Eintritt ins Rückenmark, dem Verlauf der Nervenbahnen Rückenmark selbst oder im Gehirn vorliegen. Die Methode wird häufig bei entzündlichen Erkrankungen des Zentralnervensystems eingesetzt,. z.B. der Multiplen Sklerose, aber auch bei Bandscheibenerkrankungen oder Polyneuropathien.
    Neurographie mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)

    Bei dieser Untersuchungsmethode wird die Leitfähigkeit einzelner Nerven direkt gemessen. Dies geschieht durch Reizung des entsprechenden Nerven durch einen elektrischen Impuls und Messung der Impulsantwort an einer weiter entfernt gelegenen Stelle im Verlauf dieses Nerven. Die Dauer, die der elektrische Impuls entlang des Nerven braucht, wird gemessen und hieraus die Nervenleitgeschwindigkeit berechnet. Die Nervenleitgeschwindigkeit und/oder die Höhe des gemessenen Potentials ändern sich, wenn z.B. eine Engstelle oder eine andere Störung im Verlauf des untersuchten Nerven vorliegt. Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit ist besonders wichtig zu Untersuchung der Nerven der Arme und Beine, wie zum Beispiel beim Karpaltunnelsyndrom oder einer Polyneuropathie. Man kann sie aber auch zur Prognosebestimmung bei einer Lähmung des Gesichtsnerven (Fazialisparese) und bei Nervenverletzungen einsetzen.

    Elektromyographie (EMG)

    Die Elektromyographie wird zur Messung der elektrischen Muskelaktivität angewendet. Mit Hilfe von konzentrischen Nadeln werden die Potentialschwankungen bestimmter Gruppen von Muskelfasern, den motorischen Einheiten, bestimmt und ausgewertet. Hierbei wird auf die Ruheaktivität und die Aktivität bei Anspannung des untersuchten Muskels geachtet. Je nach Art, Form oder Häufigkeit bestimmter Potentialschwankungen lassen sich Rückschlüsse auf eine zugrunde liegende Krankheit machen. Die Elektromyographie wird vor allem eingesetzt bei Erkrankungen des Muskels selbst, den sogenannten Myopathien, oder bei Entzündungen des Muskels, den Myositiden. Sie wird aber auch bei bestimmten Störungen eingesetzt, bei denen der Kontakt vom Nerv zum Muskel verloren geht, z.B. bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS), oder bei Bandscheibenerkrankungen.

    Untersuchung des Nervenwassers (LiquorpunKtion)

    Die Untersuchung des Nervenwassers ist bei Verdacht auf bestimmte neurologische Erkrankungen wichtig, z.B. bei Hirnhautentzündungen, bei Multipler Sklerose, bei der durch Zecken übertragenen Borreliose oder bestimmten Demenz-Erkrankungen. Das Nervenwasser umgibt das Gehirn und das Rückenmark und ist normalerweise eine klare, zuckerhaltige Flüssigkeit. Bei der Liquorpunktion wird mit Hilfe einer Punktionsnadel, die im Bereich der Lendenwirbelsäule und deutlich unterhalb des Rückenmarks platziert wird, eine geringe Menge Nervenwasser entnommen und anschließend sofort ins Labor transportiert, um eine genaue Auswertung der Bestandteile vorzunehmen.

    Labordiagnostik

    Bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen ist es wichtig, Laborwerte zu bestimmen, um einen Zusammenhang mit Funktionsstörungen der anderen Organe des Körpers nicht zu übersehen oder auch um festzustellen, ob bestimmte Medikamente überhaupt gegeben werden müssen. Für bestimmte Nervenkrankheiten können auch ein Vitaminmangel oder eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion verantwortlich sein, die sich im Labor feststellen lassen. Und zu guter Letzt sollte die Auswirkung mancher Medikamente auf die Regelkreise des Körpers, die Leber und die Niere regelmäßig kontrolliert werden.

    Neuropsychologische Testungen

    Bei vielen psychischen Störungen, aber auch bei der Alzheimer-Erkrankung, bei Veränderung der Gehirnfunktionen durch Schlaganfall oder einer Hirnverletzung, sind neuropsychologische Tests sinnvoll, um genau festzustellen, welche Leistungsbereiche betroffen sind und in welchem Ausmaß dies der Fall ist. Gerade bei psychischen Störungen sind die Testungen auch eine hilfreiche Methode, um die richtige Diagnose zu finden. Und sind die Funktionsstörungen erst einmal bekannt, können diese auch gezielter therapiert werden.